Ratgeber

Die Alternative zur Energiesparlampe.

Glühlampen ab einer bestimmten Stärke sind verboten und Energiesparlampen sind auf dem Vormarsch. Trotz des Vorteils, weniger Strom zu verbrauchen, haben sie dennoch etliche Nachteile. Es stellt sich die Frage, welche Alternativen es zu Energiesparlampen, die genau genommen »Kompaktleuchtstofflampen« heißen, gibt.

Derzeit ist die noch recht junge LED-Lampe die einzige sinnvolle Alternative zur Energiesparlampe. Sie wird erst seit 2007 in größeren Mengen für die üblichen Glühlampensockel angeboten. Trotz der anfänglich geringen Lichtausbeute und der mangelnden Farbtreue wurden die Lampen zunehmend in privaten Haushalten eingesetzt. Zudem schritt die Technologie schnell voran. Die Lichtausbeute wurde rasch erhöht und das Farbspektrum entspricht heute, je nach Ausführung der Lampe, nahezu dem des Tageslichtes. Dazu kommt ein sensationeller Preisverfall, der diese moderne Technik auch finanziell attraktiv macht.

Auch die Form der LED-Lampe ist eher die einer herkömmlichen Glühbirne. Die Leuchtstoffröhren entfallen und stattdessen sind kleine elektronische Bauteile Kern der Lampe geworden. Moderne Lampen mit LED-Technik sind kleiner oder gleich groß wie die veralteten Glühlampen, brauchen aber nur einen Bruchteil der Energie. Zusätzlich sind LED-Lampen einfacher zu entsorgen. Sie enthalten kein Quecksilber und sind darum nach der Ausmusterung gewöhnlicher Elektroschrott.

LED-Lampen gibt es für alle gängigen Fassungen und mittlerweile auch in verschiedenen Lichtspektren. Für den Wohnbereich findet man diese vorteilhaften Lampen mit warmen Lichttönen und für den Arbeitsplatz strahlen sie im hellen Weiß. Den Eindruck, den wir von dem Licht einer Lampe haben (Warmlicht bzw. Kaltlicht), wird von der sogenannten Farbtemperatur vorgegeben. Tageslicht hat eine Farbtemperatur von über 5000° Kelvin und bei einer Farbtemperatur unter 3300° Kelvin spricht man von Warmweiß. Dazwischen liegen die Lampen, die ein neutralweißes Licht abgeben. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass selbst starke Glühlampen eine Farbtemperatur von nicht mehr als 3000° Kelvin erreichen. Dies ist ein weiterer großer Vorteil der LED-Lampen.

Im Verhältnis zu den noch sehr verbreiteten Kompaktleuchtstofflampen haben LED-Lampen weitere Vorteile. Sie brauchen keine Startzeit, sondern leuchten sofort nach dem Einschalten mit voller Leistung. Dazu kommt die Lichtausbeute, die man pro Watt mit einer solchen modernen LED-Lampe erreicht. Derzeit sind dies rund 100 Lumen pro Watt bei handelsüblichen Modellen. Glühlampen erzielen bei gleicher Leistung lediglich 12 Lumen, Energiesparlampen immerhin schon 50 Lumen.

Aber dies ist noch lange nicht das, was in Zukunft erreicht werden kann. Testmodelle haben bereits rund 275 Lumen pro Watt erzielt. Und das bei einem physikalischen Maximum von rund 350 Lumen pro Watt. Mit anderen Worten ist das Energiesparpotenzial der handelsüblichen Lampen noch nicht erreicht.

Beispiel: Die LED-Lampe als Ersatz für eine 60-Watt-Glühbirne

Wenn man eine Glühlampe ersetzen möchte, muss man darauf achten, dass die neue Lampe ähnlich hell strahl wie die alte. Eine Glühbirne mit 60 Watt Leistungsaufnahme emittiert einen Lichtstrom von rund 700 Lumen. Weil auf praktisch jeder Verpackung die Lichtausbeute aufgedruckt ist, empfiehlt sich die Wahl einer etwa gleich hellen Lampe.

Fällt die Wahl auf eine LED-Lampe mit 900 Lumen, ist die Leistungsaufnahme der neuen Lampe mit rund 10 Watt lediglich ein Sechstel der ursprünglichen Glühlampe. Bei einer Leuchtdauer von vier Stunden täglich (z. B. Innenflurbeleuchtung) ist das eine Ersparnis von ca. 70 Kilowattstunden pro Jahr. Und das, obwohl die neue Lampe sogar noch heller als die alte Lampe leuchtet! Und 70 Kilowattstunden kosten je nach Tarif mehr als 25,- Euro jährlich. Allein von diesem Geld kann man sich weitere LED-Lampen kaufen und so leicht noch mehr Geld sparen.

 

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